Sachsensumpf

Viele Leute in Sachsen weigern sich Ihre Häuser zu verlassen. Kein Wunder bei den vielen korrupten Polizisten da draußen. Ohne die regelmäßigen Hochwasser gäbe es dort nicht mal mehr eine Landesregierung. Keine verschwundenen Akten mehr, oh oh, die würde alle im Knast sitzen. Das Hochwasser wird uns die nächsten Wochen immer wieder ein Bild vor Augen führen. Merkel in Gummistiefeln. Nein falsch, Thomas de Maizière in Gummistiefeln, der kann jetzt endlich aufatmen. Er wird da vor schippenden Soldaten posieren und zufrieden in die Kamera lächeln. Dann kommt die Euro-Hawk-Drohne angeflogen und liefert auf den Millimeter genau vor seine Füße einen Sandsack.

Übertragungsrate schwankt

Die Übertragungsrate schwankt.
Du hast ‘ne fragmentierte Festplatte.

Hihi.

“Welt Online” und “Bild.de”: Na, Zombie-Cookies? Oder erfindet Ihr das Rad neu?

Nicht, dass ich es merken würde, dass WELT und BILD bald die Zahl der kostenlosen Artikel-Aufrufe limitieren wollen: Es reizt mich, über die Technik dahinter zu spekulieren. Und wenn mein internes Orakel Recht hat, wird sie sicher ein doofer alter Zombie-Cookie, abgekupfert vom evercookie sein.

Aua. Zwei Jahre Diskussionen in Vorstands-Etagen für diese Grütze. Hätte ich da gearbeitet, wäre ich sicher an Stirnverplattung gestorben.

Aber nein, ganz ruhig, das ist gut für uns! Gerade wenn die Leser solcher Magazine anfangen, sich aus Ärger darüber, diese nicht mehr lesen zu können, sich für Technik und Datenschutz zu interessieren, können wir nur gewinnen.

Shärenmusik und deren mathematische Grundlagen

Norbert, mein Kumpel, hat eine Arbeit geschrieben, in der er aufzeigt, wie man Tunings für Planeten-Konstellationen unseres Sonnensystems der letzten oder nächsten zigtausend Jahre berechnet. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit knallharter Mathematik, die man gern nachlesen kann. Einige Kapitel gibts schon vorab im Netz, und zwar hier.

Fast verlorener Sound: Sound City

Nimm Dir zwei Stunden Zeit und guck Dir das an. Defitiv der Film mit dem fettesten Soundtrack aller Zeiten, dreh die Anlage auf, so klingt eine Neve 8028 mit Analogem Tape, so etwas werden wir nicht mehr lange hören.

Hier gibts den kompletten Film auf Youtube: Sound City.

Und wer nur mal kurz in den Sound abtauchen will, hier gibts aus dem Film den Song “Mantra” mit Dave Grohl von Nirvana und den Foo Fighters, Josh Homme von Queens of the Stone Age und Trent Reznor von den Nine Inch Nails.

Daft Punk. Daft Punk! Daft Puuuunk!!!

Mir scheißegal, wenn meine Nachbarn jetzt um Mitternacht leiden müssen. Aber die letzte und bestimmt noch die nächste Stunde müssen sie sich diesen Titel eben immer wieder anhören: “Get Lucky“.

Daft Punk! Yeah, das ist genau die Musik, die uns gerade fehlt. Frühling! Ich kann das Album “Random Access Memories” kaum noch erwarten. Wie geil, wie funky, wie nerdy. Genau der Tape-Sound, wo ich schon immer hin wollte.
Diskokugeln für Alle!

Update.
Im Bekanntenkreis ernte ich nur Schulterzucken. Aber den Gedanken, dass elektronische Musik nun Mainstream ist, dass man, um etwas Neues zu schaffen, in der Zeit zurück gehen muss und vor allem, dass man dorthin zurück muss, dahin, wo *jedes* *einzelne* Instrument von hochspezialisierten Musikern mit ihren Gefühlen zu dieser einen Stelle von diesem einen Titel eingespielt wurde, den finde ich geradezu wegweisend.

Netzwerk-Konferenz FOKUS MUSIK: Ein Reinfall.

Wer diese “Konferenz” besucht hat, muss zu dem Schluß kommen, dass in der Branche gerade große Ratlosigkeit herrscht. Die Besucher waren wohl zum großen Teil selbst verhinderte Künstler oder Betreiber kultureller Zentren, vorherrschende Geisteshaltung war: Komponierst Du nicht, bis Du ein Niemand. Der Fokus lag auf Rock, Pop und Jazz, mit Ausnahme vom Jazz ist der Schwierigkeitsgrad solche Stücke zu schreiben aber weitaus niedriger als sie auf einem Instrument auch zu spielen.
Unisono kam rüber: “Wir brauchen mehr Geld.” Da wurde sich beklagt, dass Sponsoren-Gelder an eine Coverband gingen, weil sie öfter im Bundesland spielt. Und als jemand im Publikum aufstand und sagte: “Hey Leute, was soll denn die Jammerei, ich lebe als Musiker wunderbar, mir geht es gut, ich spiele einfach Coversongs live auf Hochzeiten, mische ab und an eigene Titel darunter und davon finanziere ich mir mein Leben und meine eigenen Aufnahmen”, da wurde er sogar zum Schweigen gebracht.

Dieses elitäre Künstler-Getue geht mir ganz furchtbar auf den Nerv. Bei Klassik oder Jazz sehe ich noch ein, dass der Anspruch weitaus höher und die Anzahl der Konsumenten geringer ist, also Förderungsbedarf besteht. Aber auch für Künstler im Bereich Pop und Rock gibt es jede Menge Fördermöglichkeiten, die auch vorgestellt wurden. Und: Mitglieder eines Orchesters “covern” auch, müssen auch zum überwiegenden Teil Stücke wie den Wiener Walzer oder andere Grütze spielen. Jazz-Bands genauso.

Der Betreiber eines Tonstudios brachte es auf den Punkt: Man kann von Künstlern auch erwarten, dass Sie selbst etwas investieren.

Für mich als Unternehmer wäre interessant gewesen, wie sich die Dienstleistungen, die früher von Plattenfirmen für die Bands gebündelt erbracht wurden, diversifiziert haben, wo neue Einzel-Dienstleistungen entstanden sind, wo Marktchancen bestehen. Aber darüber verlor ein Herr Renner kein Wort. Später, im Einzelgespräch mit dem Vertreter von Fritz-Radio wurde deutlich, dass dessen Geschäftsmodell genau darauf basiert. Dass diverse Musiker-Wettbewerbe auch nur Show sind und der Gewinner vorher feststeht: Der mit dem meisten Vitamin B.

Dumme Einzeller abzugeben.

Kaum Futter-Kosten, vermehren sich im Blut quasi von allein. Bei Europäern garantiert keine Antikörper dagegen vorhanden, frisch auf einer Messe als Werbegeschenk von Asiaten erhalten.
Mit so einer roten Nase und so glasigen Augen hast Du auf jeder Party ab sofort Ruhe vor Umarmungen und lästigen Gesprächen.
Starte Dein eigenes Unternehmen mit einem Viren-Vertrieb! Setze einfach auf Guerilla-Marketing: Rotze in ein Taschentuch, bei Hosentaschen-Temperatur vermehren sich die kleinen Biester, dass es eine Freude ist. Dann steig in die U-Bahn, in den Bus, iss in der Kantine.
Die bei jedem Nieser entweichenden Tröpchen sind die schnellste Werbung, die Du für Dein Produkt machen kannst – mit einer Inkubationszeit von nur vier Tagen!
Und dann beginnt der Spaß: Endlich kannst Du mal wieder Dein Thermometer benutzen. Da Du verschwommen siehst, entdeckst Du Deine Umgebung nur durch Anfassen nocheinmal völlig neu. Weisst Du noch, wie Erkältungsbad riecht? Hmm, Zwiebeltee. Einfach herrlich, auch mal die Zeit für alle Vertreter-Besuche zu finden.

Boxenstopp

Würdest Du zu einer Messe fahren, zu der Du seit 19 Jahren fährst, Dir aber jedes einzelne Mal schwörst “Da fahre ich nie wieder hin” ?
Vorher fahre ich morgen aber erst zu dieser Konferenz, danach geht es weiter nach Frankfurt zur Musikmesse. Mal sehen, ob die weißhaarigen Opis noch eine Halle haben. Ob es überhaupt noch Instrumente zum Anfassen gibt oder ob überall nur noch Bildschirme stehen, auf denen neue Plugins demonstriert werden.
Apropos Plugins.
Das alte Protools MIX-System wird verkauft. Statt dessen habe ich mir einen Hackintosh zusammengeschraubt – schneller und billiger als originale Apple-Hardware, die ich aus Prinzip nicht mehr kaufe. Eine Protools HD Core Karte aus Kalifornien liegt beim Zoll, eine HD Accel und eine Process hab ich schon, diese Woche kommt noch ein 96 i/o (mit Legacy-Port für das 888/24) und die Protools HD 8 Lizenz habe ich in Ungarn gekauft, 8 weil ab 8 Logic überflüssig wird.
Und an Plugins werden dann Massey, Sonnox und McDSP darauf laufen.

Wer mich kennt, weiss, dass mein Leben in letzter Zeit ziemlich schwer war. Nach und nach verschafft mir u.a. das Prinzip der Achtsamkeit Besserung. Nachdem im Buch mit Achtsamkeits-Übungen die Zahl unter der aktuellen Seite immer größer wird, wird mir langsam klar, warum ich so gerne Musik aufnehme und mische: Diese Tätigkeit besteht zum überwiegenden Teil aus solchen Übungen, ach Achtsamkeit ist die Basis für diesen Job: Bewerten-Nichtbewerten, Verklingen hören, die Lücken-Übung, 3-2-1-Übung, einen Ort finden, den Fokus auf einzelne Instrumente/Räume/Effekte legen und den Fokus wieder weiten, Signale/Räume kommen und gehen hören, innere Achtsamkeit, um den passenden Effekt oder den richtigen Take zu finden. Ich könnte das halbe Buch hier aufzählen.
Kein Wunder, dass ich das Mischen schon immer so geliebt habe. Es gut und wichtig für mich war, ist und bleibt. Es erdet mich.

Es fühlt sich gerade so an, als ob mein Leben volle Kanne durchstartet.

Dackel-Gedanken

Scheißwetter.
Naß.
Kalt.
Naß.
Vergiß es Alter, schneller lauf’ ich nicht.
Naß.
Kalt.
Mooohment! Was riecht denn da so lecker?
Yay! Entenkacke!
Gleich mal drin sühlen.