Gnome weg
7. Mai 2008
Wenn es um die Installation eines Arbeitsplatzrechners geht: Kubuntu Hardy Heron rockt.
In den letzten Tagen habe ich eine Odyssee durch verschiedene Betriebsysteme unternommen, weil nach einem Update mein NVIDIA-Treiber nicht mehr lief. Der Open-Source-Treiber nv erkennt bei meinem neuen 1680×1050-Display die PanelSize nicht und läßt sich auch nicht in die richtige Auflösung zwingen. Den Closed-Source-Nvidia-Treiber gibt es nicht für AMD64. Letztendlich hat ein Gang in den Computerladen um die Ecke, der mir eine ATI-Grafikkarte verkaufte, dieser Installations-Orgie ein Ende gemacht.
Nun ja, so ist nun auch einmal DesktopBSD auf einer Partition gelandet, dessen Update-Konzept mich allerdings nicht so recht überzeugt. Auf Servern compilieren wir Software sehr gern selbst, aber Mozilla mit allen Abhängigkeiten alle paar Wochen neu zu bauen dauert viele Stunden, selbst auf einer schnellen Maschine. Und leider werden Sicherheitslücken nicht nur im Mozilla gefunden, sondern regelmäßig in etlichen Paketen. Das werden schnell ein paar Updates in der Woche. Arbeitsplätze müssen laufen, so wird DesktopBSD wohl eher eine nette Spielerei bleiben, die nur ab und an gebootet wird. Zwei Dinge wären meiner Meinung nach für den Einsatz als Produktions-Desktop nötig: Backports, d.h. Bug- und Securityfixes werden in die im aktuellen Release eingesetzten Versionen zurückportiert und Binärpakete, damit ein Update schnell erledigt ist.
Dazu kommt mit Kubuntu der ersehnte Abschied von Gnome. Gnome ist langsam, überladen, KDE gefällt mir inzwischen soweit ganz gut, der gefühlte Geschwindigkeitszuwachs beträgt Faktor Zwei.

