Vogel Strauss 2.0
7. April 2010
Das hier wird wohl noch ein Nachspiel haben. Mein Kollege hat mit dem zuständigen Admin gesprochen. Der Server wird wohl doch vom Unternehmen selbst betrieben und protokolliert jeden Klick von jedem der weltweit zigtausend Mitarbeiter, lädt und speichert dazu alle Text-Inhalte der von ihnen aufgerufenen Webseiten. Ob die Mitarbeiter davon wissen? Oder deren Datenschutzbeauftragter und deren Betriebsrat? Ohne eine Einverständniserklärung aller Mitarbeiter ist das natürlich ganz und gar nicht legitim.
Aber wir werden sehen, mein Kollege hat besagte Verschwiegenheitserklärung nämlich nicht unterschrieben und wir arbeiten mit solchen Unternehmen auch ganz sicher nicht zusammen.
Ach ja, es kam noch ein Anruf hinterher: “Wie können Sie einfach mit einem unserer Mitarbeiter sprechen, ohne uns zu fragen?”
Hehe. Weil wir es können. Und weil wir paranoide, kontrollsüchtige Angsthasen hinter weißem Hemd und Krawatte nicht respektieren, die Grundrechte ihrer Angestellten nicht achten.


2 Kommentare zu “Vogel Strauss 2.0”
01
Absolut irre!
Wenn man in einem größeren Unternehmen arbeitet, weiß man (über Mund-zu-Mund-Propaganda), das die EDV nachvollziehen kann, welche Email man verschickt oder bekommen hat und das sie per “unsichtbarer” Fernwartung einem auf den Monitor schauen können.
Natürlich kann man ncihts dagegen machen, denn man ist nur ein Angestellter, der seine Brötchen verdienen will.
Ich denke damit muss man einfach umgehen können.
Auf der anderen Seite, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen wechselt, “kurz mal” Kundendaten kopiert als kleine Hilfe für die andere Firma, dann ist es ehr gut, wenn jeder klick nachvollzogen werden kann!
02
Da kann ich nicht zustimmen. Man kann doch nicht einfach mal aus dem Generalsverdacht heraus, dass jemand fälschlicherweise Daten mitgehen lassen könnte, jeden Mitarbeiter derartig in seiner Privatsphäre einschränken. Seine Machtposition dermaßen auszunutzen, kann einfach nicht vertretbar sein.