IT Crowd und ritualisierte Kommunikation
15. Juni 2010
Bei der IT Crowd-Folge S03E02 (“Richtige Männer”) bin ich neulich ganz schön nachdenklich geworden, als die beiden Protagonisten Fußball-Sprüche auswendig lernten, um ritualisierte Kommunikation mit “normalen” Männern treiben zu können. Diese Darstellung finde ich ziemlich realistisch.
Mir ging es früher ähnlich, mit 25 habe ich mir in einer Jugendclub-Baracke einen Mentor gesucht, um von ihm Smalltalk zu lernen. Das hat so natürlich nur sehr eingeschränkt funktioniert, weil durch Smalltalk eine ganze Menge nonverbaler Information ausgetauscht wird, was mir leider erst einige Jahre später klar wurde. Genau wie für die IT-Crowd-Protagonisten ging die Sache auch für mich nach hinten los, weil ich gar nicht begriff, was ich tat.
Aber kommen wir einmal zurück zu ritualisierter Kommunikation. Sinnvoll und nützlich ist sie doch nur, wenn man sich mit Menschen unterhalten muß, die man nicht oder wenig kennt. Oder keine gemeinsamen Interessen hat. Genau das Gleiche sind Gesellschaftsspiele. Alle wissen, wie sie sich zu verhalten, was sie zu sagen haben, man muss sich nicht miteinander beschäftigen.
Ein Albtraum, wenn ihr mich fragt.

