Schreck lass nach
16. Juni 2010
Immer wenn ich ins Büro komme und das alte, letzte Woche ausgetauschte Storage-System auf dem Basteltisch sehe, kriege ich einen mittleren Schreck. Ach ja, das ist ja das alte. Was sich nach dem Ausschalten übrigens nicht wieder einschalten ließ.
Und das neue System in Betrieb zu nehmen, war auch keine leichte Geburt. FreeBSD 8.0 mit ZFS als NFS-Server mit UDP zickte an einigen Ecken (mbuf Leakage, Infinite Retry Loop), Jumbo-Frames funktionieren immer noch nicht.
Aber so ist das an der blutigen Kante. Der Umstieg beschert erst einmal zahlreiche schlaflose Nächte, dafür klopft man sich hinterher jahrelang auf die Schulter. ZFS kommt dem, was ich mir vor drei Jahren gewünscht habe schon ziemlich nahe, es ist nur noch kein verteiltes Dateisystem. Aber skalierbar. Skalierbar! Es ist einfach nur praktisch, die Dateisystemgröße während des laufenden Betriebes ändern zu können, indem man einfach die Festplatten nacheinander austauscht und in den Pool integriert. Und von SSD-RAIDs als L2ARC und ZIL Devices für den Pool habe ich damals noch nicht einmal zu träumen gewagt.

