24 Stunden
17. Oktober 2008
Innerhalb von 24 Stunden habe ich zwei Menschen kennengelernt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Erst einen Manager, der hier gerade ein Unternehmen deutlich achtstelliger Größenordnung aus dem Boden gestampft hat. Das allerdings in einer Kneipe von der Art, in der es zum Rollen nur lange Blättchen gibt. Dazu kam, daß er vorher gerade nach Feierabend einem seiner Angestellten beim Verladen von Möbeln geholfen hatte, in Jeans und T-Shirt daherkam und ein normales Auto fuhr. Wozu auch repräsentieren, Statussymbole machen eh nur einsam.
Am nächsten Morgen begegnete mir dann im Wald ein waschechter Hippie Mitte Fünfzig mit schlohweißem langen Haar. Er kam aus einer Scheunenruine, in der er im Moment auch wohnt und erklärte mir in seinem schillerndem Batik-Outfit sein “Kunstwerk”: “Also diese Pyramide hier habe ich gebaut, weil das eine perfekte Form ist, und das ganze Leben ist ja ein Fluß, weißt Du. Dann habe ich darunter die gleiche Form nach unten gegraben, jetzt ist das Ganze ein Oktaeder, natürlich exakt nach Norden ausgerichtet.” Und so weiter und so weiter.
Bunt ist die Welt!

