Druckluft statt Strom

18. September 2007

Bisher war es das ko-Kriterium für Windkraft: die fehlende Möglichkeit zur Energiespeicherung. Auf die einfachsten Ideen kommt man bekanntlich zuletzt. General Compression, eine 15-Mann-Firma aus Massachusetts, erzeugt aus Windenergie statt Strom erst einmal Druckluft. Die Energie ließe sich durch sogenannte adiabate Druckluftspeicher zu 75% speichern. In künstlichen Rohrleitungsnetzen, Salzstöcken oder leeren Erdgasfeldern.
Den Strom erzeugt man zu Spitzenlastzeiten, der ein Vielfaches des Stroms zu Niedriglastzeiten kostet (sich dadurch vier mal so teuer verkaufen ließe – und das ganz ohne Subventionen), mit einer einzigen Turbine (die einen höheren Wirkungsgrad als viele kleine Turbinen hat), die dann einen Generator antreibt.
General Compression dazu: “Wind ist erstmals in der Lage, mit Kohle- oder Kernkraftwerken zu konkurrieren.”
Interessant ist der Ansatz, den Energieverlust zu minimieren: Bei der Kompression von Luft wird Wärme freigesetzt. Mit der Druckluft wird nun der Wirkungsgrad einer herkömmliche Dampfdruckturbine, die mit Wärme aus einem Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerk betrieben wird, um 200 bis 300 Prozent gesteigert. Und das wiederum gleicht den Energieverlust von 25% mehr als aus.
Klasse.

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