Mailserver neu aufgesetzt

11. November 2007

Demnächst nehmen wir einen neuen Mailserver in Betrieb, den Server für ausgehende Mail, POP und IMAP. Eine komplett neue Maschine mit zwei Dual-Core Opterons und zwei neuen 3ware-Raid-Systemen.
Damit haben wir es auch endlich geschafft, die Installation wirklich jedes einzelnen Server-Systems vollständig (d.h. jedes einzelne Kommando, jede Zeile Konfiguration) zu dokumentieren. Besonders froh bin ich darüber, daß diese qmail/vpopmail/CourierIMAP-Installation endlich komplett aus den Ports heraus compiliert wurde. Nur ein einziger Patch, der tcpserver-Limits Patch mußte von Hand eingespielt werden. Damit werden Updates in Zukunft ein Kinderspiel.
Es bleibt ein mulmiges Gefühl.
Viele denken, daß eine Mailserver-Installation (damit meine ich jetzt keinen Hundert-Konten Hobby-Server) einfach sei, dabei ist das die Königsdiziplin eines Administrators. Über 50 Konfigurationsdateien und Startscripte mit Hunderten von Parametern müssen gesetzt werden. Sicher, man testet den Server vorher ausgiebig. Doch wenn die Anzahl der Konten darauf deutlich fünfstellig ist, bedeutet jeder noch so kleine Fehler ein Fiasko – es geht um viel, viel Geld. Das treibt den Puls in die Höhe.
Alle Tests sind alle erfolgreich abgeschlossen, derzeit passen wir nur noch das Webmail-System an unser Design an. Bei Mailservern merkt man immer schön, daß ein Raid-System schon in die Knie geht, lange bevor der freie Plattenplatz auch nur die 50%-Marke erreicht. Morgen werde ich unsere Kunden über den bevorstehenden Ausfall von POP, IMAP und Versand informieren, allein das Synchronisieren der Daten dauert vier Stunden. Die Umstellung selbst wird in einer Nacht erledigt sein, aber für mich und einen Kollegen wird wahrscheinlich ein Wochenende für draufgehen.

E-Mail | Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Kommentare sind geschlossen.

Schreie aus dem Serverraum

Meta