Männerwirtschaft

30. Oktober 2007

… ist so eine Sache. Mit der Sauberkeit. Genaugenommen ohne.
Die Küche ist so ziemlich der einzige Raum, in dem Hitze- statt Rauchmelder montiert sind, was zur Folge hat, daß sie nicht nur das Eldorado der schnellsprechenden Kaffe-Junkies, sondern auch das Raucherzimmer geworden ist. Mit den stetig steigenden Zigarettenpreisen gingen einige Kollegen dazu über, ihre Zigaretten selbst zu drehen. Wer diese Prozedur kennt, weiß, daß es nicht möglich ist, sie durchzuführen, ohne eine gewisse Menge an Tabak in der Gegend zu verstreuen. Was den Raum nicht nur dreckig machte, sondern auch eine neue Kaffe-Sorte hervorbrachte: Kippoccino.
Mit zunehmendem Alter entwickeln sogar Männer so etwas wie ähm, Reinlichkeit, und so starteten wir einen Feldversuch. Ein Zettel wurden aufgehangen. Freiwilliger Test. Jeder, der sich einen Kaffee macht, macht auch etwas sauber.
Das brachte auch etwas, aber womit motiviert man Menschen nur auf Dauer? Die Vorschläge reichen von der Installation einer Kombination aus Videokamera und Netzwerksteckdose, die anhand des Verschmutzungsgrades den Strom für die Espressomaschine an- oder abschaltet bis hin zu drastischeren Maßnahmen wie Elektroschocks.
Nun ja, uns fällt schon was ein.

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