Bankdatenmißbrauch

16. November 2007

Früher hatten wir das Problem massiver, heutzutage wird nur ab und an etwas illegal von unserem Konto eingezogen. Das merken wir natürlich und machen auch etwas dagegen. Mein Kollege hat mittlerweile eine Email-Adresse von einem Bankmitarbeiter an die er nur eine Email schreiben muß, um eine Buchung rückgängig zu machen und eine Vorlage für eine Strafanzeige an unsere zuständige Staatsanwaltschaft Potsdam. Manchmal bekommen wir auch selbst heraus, wer was wo unter Angabe unserer Bankverbindung bestellt hat, die geprellten Unternehmen erweisen sich bei der Herausgabe der Lieferanschrift oft als sehr kooperativ. Wir stellen übrigens grundsätzlich immer Strafanzeige, egal ob es sich um Buchungen von 20 oder 15.000 Euro handelt. Da war alles dabei, vom Darth Vader-Kostüm für 700 Euro bis hin zu drei Buchungen einer Werbeagentur a 5700,- Euro am selben Tag. Zwischenzeitlich hatten wir über 80 Aktenzeichen wegen Betrug, es gingen auch schon Leute durch uns in den Knast, weil sie einschlägig vorbestraft waren. Der Oberkracher war, als jemand im Raum Aachen einen Überweisungsträger mit gefälschter Überweisung an ein Moneybrokers-Konto einwarf.
Letztendlich waren wir gezwungen, unsere Bankverbindung von der Webseite zu nehmen. Seitdem hatten wir nahezu keine Betrugsfälle mehr. Aber was ist das für ein Banksystem? Es kann doch nicht sein, daß man seine Kontodaten geheim halten soll. Was soll da z.B. ein Betreiber eines Spenden-Kontos machen?

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