Archiv für Musik

Shärenmusik und deren mathematische Grundlagen

Norbert, mein Kumpel, hat eine Arbeit geschrieben, in der er aufzeigt, wie man Tunings für Planeten-Konstellationen unseres Sonnensystems der letzten oder nächsten zigtausend Jahre berechnet. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit knallharter Mathematik, die man gern nachlesen kann. Einige Kapitel gibts schon vorab im Netz, und zwar hier.

Fast verlorener Sound: Sound City

Nimm Dir zwei Stunden Zeit und guck Dir das an. Defitiv der Film mit dem fettesten Soundtrack aller Zeiten, dreh die Anlage auf, so klingt eine Neve 8028 mit Analogem Tape, so etwas werden wir nicht mehr lange hören.

Hier gibts den kompletten Film auf Youtube: Sound City.

Und wer nur mal kurz in den Sound abtauchen will, hier gibts aus dem Film den Song “Mantra” mit Dave Grohl von Nirvana und den Foo Fighters, Josh Homme von Queens of the Stone Age und Trent Reznor von den Nine Inch Nails.

Daft Punk. Daft Punk! Daft Puuuunk!!!

Mir scheißegal, wenn meine Nachbarn jetzt um Mitternacht leiden müssen. Aber die letzte und bestimmt noch die nächste Stunde müssen sie sich diesen Titel eben immer wieder anhören: “Get Lucky“.

Daft Punk! Yeah, das ist genau die Musik, die uns gerade fehlt. Frühling! Ich kann das Album “Random Access Memories” kaum noch erwarten. Wie geil, wie funky, wie nerdy. Genau der Tape-Sound, wo ich schon immer hin wollte.
Diskokugeln für Alle!

Update.
Im Bekanntenkreis ernte ich nur Schulterzucken. Aber den Gedanken, dass elektronische Musik nun Mainstream ist, dass man, um etwas Neues zu schaffen, in der Zeit zurück gehen muss und vor allem, dass man dorthin zurück muss, dahin, wo *jedes* *einzelne* Instrument von hochspezialisierten Musikern mit ihren Gefühlen zu dieser einen Stelle von diesem einen Titel eingespielt wurde, den finde ich geradezu wegweisend.

Netzwerk-Konferenz FOKUS MUSIK: Ein Reinfall.

Wer diese “Konferenz” besucht hat, muss zu dem Schluß kommen, dass in der Branche gerade große Ratlosigkeit herrscht. Die Besucher waren wohl zum großen Teil selbst verhinderte Künstler oder Betreiber kultureller Zentren, vorherrschende Geisteshaltung war: Komponierst Du nicht, bis Du ein Niemand. Der Fokus lag auf Rock, Pop und Jazz, mit Ausnahme vom Jazz ist der Schwierigkeitsgrad solche Stücke zu schreiben aber weitaus niedriger als sie auf einem Instrument auch zu spielen.
Unisono kam rüber: “Wir brauchen mehr Geld.” Da wurde sich beklagt, dass Sponsoren-Gelder an eine Coverband gingen, weil sie öfter im Bundesland spielt. Und als jemand im Publikum aufstand und sagte: “Hey Leute, was soll denn die Jammerei, ich lebe als Musiker wunderbar, mir geht es gut, ich spiele einfach Coversongs live auf Hochzeiten, mische ab und an eigene Titel darunter und davon finanziere ich mir mein Leben und meine eigenen Aufnahmen”, da wurde er sogar zum Schweigen gebracht.

Dieses elitäre Künstler-Getue geht mir ganz furchtbar auf den Nerv. Bei Klassik oder Jazz sehe ich noch ein, dass der Anspruch weitaus höher und die Anzahl der Konsumenten geringer ist, also Förderungsbedarf besteht. Aber auch für Künstler im Bereich Pop und Rock gibt es jede Menge Fördermöglichkeiten, die auch vorgestellt wurden. Und: Mitglieder eines Orchesters “covern” auch, müssen auch zum überwiegenden Teil Stücke wie den Wiener Walzer oder andere Grütze spielen. Jazz-Bands genauso.

Der Betreiber eines Tonstudios brachte es auf den Punkt: Man kann von Künstlern auch erwarten, dass Sie selbst etwas investieren.

Für mich als Unternehmer wäre interessant gewesen, wie sich die Dienstleistungen, die früher von Plattenfirmen für die Bands gebündelt erbracht wurden, diversifiziert haben, wo neue Einzel-Dienstleistungen entstanden sind, wo Marktchancen bestehen. Aber darüber verlor ein Herr Renner kein Wort. Später, im Einzelgespräch mit dem Vertreter von Fritz-Radio wurde deutlich, dass dessen Geschäftsmodell genau darauf basiert. Dass diverse Musiker-Wettbewerbe auch nur Show sind und der Gewinner vorher feststeht: Der mit dem meisten Vitamin B.

Das hier wird mal eine eigene Branche.

Diese Kombination aus Ausdruckstanz und Projection Mapping wird mal ne eigene Branche oder Kunstrichtung werden:

Nosaj Thing “Eclipse Blue HD”

Beim Ende habe ich geflennt O_O

Update:
GEMA, Du Fossil, es wird Zeit, dass man dafür sorgt, dass Deine Kalk-Ansammlungen nicht unsere Kanäle verstopfen. Der Link oben wurde geupdatet. Auf HD schalten!

Wem die Gema-Vermutung und die Gebühren-Erhöhung nutzt

Diese Frage stellen wir uns doch alle – Que Bono?
Also – wenn – ich als Regime Widerstand befürchten müßte, wäre doch ein effektiver Weg, ihn zu minimieren, all die Veranstalter, die Massen beeinflussen oder sogar mobilisieren könnten, dazu zu zwingen, sich finanziell von anderen Firmen abhängig zu machen, intensiver an das Finanz-System zu binden.
Und wie würde man das eleganter schaffen, als von hinten herum – eben über eine Firma wie die Gema – die alle Antipathie mit einer Gebührenerhöhung auf sich zieht. Die für die Öffentlichkeit einfach nur als gierig dasteht, alle reden nur über Geld, ohne dass jemand darüber nachdenkt, dass ab sofort alle Veranstalter, die Musik spielen, auf Sponsoren angewiesen sind.
Oder ist der Zweck ein anderer?

Billy Idol für La Palma

Tom hat eine riesige Musik-Auswahl. Und in seiner lonely funky Finka ist es den Nachbarn zum Glück egal, wann wer wie laut Krach macht. Die sind alle laut. Tagsüber.
Tom und seine neue WG-Hälfte sind arbeiten, also kann ich hier nach dem Erkunden des 1800m hohen Pico Beregeyo mal so richtig aufdrehen. Damals war ich noch fast ein Teenager, als Billy Idol sein Album “Cyberpunk” heraus brachte, aber es geht mir nicht aus dem Kopf. Zwei Titel könnte ich hintereinander weg hören: “Adam in Chains” und “Shock The System”. Ja, genau so ist La Palma. Es gibt nur Extreme.

Wie Waldemart triumphiert nachdem er Potter gekillt hat.

Seit mehreren Jahren entdecke ich nun schon Sahnetorte für Sahnetorte im Sound-Universum von Devin Townsend. Was sehr abwechslungsreich ist, der Mann hat einfach sehr viel verschiedene Musik gemacht.
Bei diesem Konzert hier wäre ich gern dabei gewesen. Der erste Titel ist einfach nur der Hammer, vor allem die Chöre!

Und ab ca. 1:20 sieht er wirklich aus wie der Waldemart, nachdem er Potter gekillt hat;-)

Slash mit “By The Sword”

Vorneweg: Ich mag Classic Metal nicht, wegen den weibisch kreischenden Sängern. Aber diesen Titel (auch wenn er schon zwei Jahre alt ist) kann man auch nicht ganz in diese Schublade stecken. Slash hat da ganz klare Sound-Vorstellungen und der Sänger – 50% wet mit dem Flanger – passt sich ein in ein Gesamtkonzept, das beeindruckt.
Die Komposition ist klasse, das Arrangement überrascht alle paar Sekunden und: Der Sound!
Der Sound! Tape und Vintage Gear.

DAS Mukke-Gadget seit 1967: Ein Stylophone.

Auf solchen Quatsch kommt man nicht jeden Tag. Alles fing mit einem Video von der Funky Finka an, ein Zufallstreffer.
Würde ich zwei Typen am Tisch einer Kneipe eine so abgedrehte Retro-Mucke machen hören, würde ich mich sofort dazusetzen -müssen- und mir gaaanz genau angucken, was die da womit machen: “Stylophone Jam“.

Ok, denkst Du Dir, ein neues, nein, zwei neue coole Musik-Gadgets. Und so ein schöner Retro-Look. Naja, gucken wir mal, was das Netz dazu hergibt. Und da wird es interessant. Das ursprüngliche Stylophone gibt es schon seit 1967 und wird schön erklärt in diesem Video.

Selbst heute gibt es noch einen Stylohone-Kult. Allen Ernstes, da treffen sich ein Haufen Nerds im Hoodie mit Wollmütze, setzen sich mit ihren Stylohones zusammen, teilen Notenblätter aus und spielen damit – Bach. Du denkst Dir, ja ok, Freaks, Verrückte gibt es immer. Dann kommt da aber noch das “Stylophone Orchestra of Great Britanin”. Drei schwarze Anzüge sitzen würdevoll vor schwarzem Theathervlies und spielen das “James Bond Theme“. Ja klar, das ist noch witzig. Aber die meinen das wirklich ernst. Beim nächsten Video gibts schon einen Vorspann, einen Theathervorhang und ganz große Kunst. Bach, klar, was sonst: Toccata in D-Moll.
Diese Vorstellungen müssen die junge Generation unglaublich beeindrucken, anders kann ich mir dieses Video zweier Teenager mit ihrem Stylophone Beatbox Dubstep nicht erklären.
Ist die Jugend erstmal infiziert, trifft es die Nerds zuerst und was kommen mußte war klar: Die Stylophones wurden mit Filtern gepimpt und damit endlich Techno-tauglich.
Andere Nerds vertonten damit den kompletten Soundtrack von “The Legends of Zelda” neu.
Wo Nerds sind ist Star Wars nicht weit und so gibt es natürlich auch das Star Wars Deathmath.
Und das geht so:7,7,7,4.5,8.5,7,4.5,8.5,7,11,11,11,11.5,8.5,6.5,4.5,8.5,7.

So, und das Video hat damit jetzt gar nichts mehr zu tun, aber ist trotzdem sehr sehenswert: Incredible Sonovox von 1940, anscheinend ein Vorläufer der Talking Box oder dem Vocoder.