Archiv für Musik

Alle Nackenhaare hoch-> Amiga-Demo von 2014: “Rift”

Es ist so ein Abend, da kommt die die Idee, “ach gucken wir doch mal, was 2014 schon so an Amiga-Demos herausgekommen ist”. Ein paar Demos, ja, ganz nett. Dann beginnt “Rift” und plötzlich krallst Du Dich in die Couch, die Nackenhaare stellen sich auf und die ganze Kopfhaut kribbelt.
DAS läuft auf einem Amiga 1200 von 1992 mit einer 60 MHz-Karte, also weniger als zwei Prozent der Geschwindigkeit moderner Prozessoren.
Jungs, Ihr seid wahrlich Götter geworden.

Toll zu erleben, dass die Subkultur, mit der ich groß geworden bin, noch lebt!

Update:
Nach dem Eckigen kommt das Runde und der Soul mit nur 14 MHz und 2 MB RAM: “Serenity” von Elude.

Wow!

Klassik für eine Vollmond-Nacht

Morgen ist Vollmond: Ruhe in der Unruhe.

Ich komme auf Maurice Ravel, weil ein Kumpel mit guten Studio-Monitor-Boxen sich einen Schallplattenspieler angeschafft hat und auf diversen Flohmärkten unter anderem Klassik-Schallplatten gekauft hat. Später rief er mich aufgeregt an:

“Du, bei den Schallplatten ist die Auslenkung der Sicken von meinen Boxen viel größer als bei CDs!”

Putzig. Er hatte in dieser Nacht ganz allein den Loudness-War entdeckt, der aber natürlich mit den Medien nichts zu tun hat – egal ob CD oder LP, es liegt allein am Mastering (die CD hat sogar eine vielfach höhere Dynamik als LP). Zu Zeiten der LP gab es den noch nicht. Sicher würde eine LP mit dem gleichen Erscheinungsjahr besser klingen als ihr CD-Pendant, aber nur, weil die AD-Wandler zu dieser Zeit geradezu unterirdisch schlecht klangen.
An sich ist eine LP einer CD aber in Stereo-Breite, Dynamik und Frequenzumfang unterlegen.

Die Zukunft des Dance Floors

Daito Manabe macht einfach jede Menge interessanter Sachen. Dieses Video zeigt, wie wir uns in Zunkunft vergnügen werden. Eine Trennung zwischen Musiker und Tänzer besteht nicht mehr, der Tanz ist die Musik. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten könnte man den Tänzern erst einfache Kontroll-Möglichkeiten z.B. Filter oder Lautstärke geben, die Komposition den Computer erzeugen oder korrigieren lassen, so dass es immer gut klingt und Spaß macht. Mit zunehmender Erfahrung der Tänzer könnte man aber nach und nach die Kontrolle über immer mehr Parameter an die Tänzer geben (Tonart, Akkord, Note) so dass die Musik wieder lebendiger und emotionaler wird.
Ja doch, ich glaube so sieht die Zukunft aus:

Ich wäre gern dabei.

“Die Antwoord” als Spießer

Hehe, so sahen also Ninja und ¥o-Landi Vi$$er von “Die Antwoord” mal aus.

Niels Ruf: Die Antwoord before Die Antwoord
(via)

Die Musik kann ich mir wahrlich nicht jeden Tag anhören, sondern muss in der Stimmung dafür sein, aber ich vergöttere die beiden für ihre Videos und vor allem für den Kurzfilm “Umshini Wam“.

Krassester Punk-Film ever: Ex-Drummer

Okay Leute, das hier ist nichts für schwache Nerven. Noch vor einem Jahr hätte ich so einen Film nicht ausgehalten. Ex-Drummer ist der krasseste, gewalttätigste, ekelhafteste, verrückteste, perverseste, intelligenteste, geilste Punk-Film, den ich je gesehen habe. Und der Soundtrack ist einfach nur toll.
So, ich muss jetzt erstmal eine Stunde spazieren.
DAS muss ich erstmal verdauen…
Boah.

Jazz für übermüdete Ohren

Gestern, nein ich muss schreiben, vorgestern, morgens um sieben war meine Geburtstagsparty im Studio zu Ende. Gegen drei kamen noch mal ein paar Musiker von einem Gig aus Leipzig und die folgende Jam-Session war – einfach nur geil.
Natürlich hab ich danach den ganzen Tag nur geschlafen, eben deswegen kann ich heute, spät nach Mitternacht, auch keine Ruhe finden. Und das fühlt sich ungefähr so an:

Sonntag: Träum Dich in eine andere Galaxie!

Beamen ist also doch möglich!

Pure Schönheit

Wir saßen zu viert im Büro vom Musikladen nebenan, haben laut rumkrakeelt, gelacht und nebenbei im Netz zum Thema Omnichord rumgesucht. Dann ging dieses Video los und plötzlich waren wir alle drei Minuten lang ganz still.

Verliebt in eine E-Harfe von 1981

Vollkommen analog. Bei dem Bedienkonzept bleibt einem die Spucke weg: Genial einfach.

Im angelsächsischen Raum sehr verbreitet, bei uns nahezu unbekannt.

Noten und Neuronen

Ich untersuche gerade, warum mich die Momente der Interaktion mit Musikern so tief berühren. Dazu habe ich auch meine Nachbarn im Musikladen nebenan gefragt. Die haben mich gelangweilt angeguckt und meinten nur:
Sirko, das geht nicht nur Dir so, das geht allen Musikern so. Guck mal -Noten und Neuronen- von Arte, dann weisst Du, warum.“.

Und… wow! Großartig!

Hier sind 101 Minuten zum Thema Musik, Gehirne, Rhythmus, Höhlenmenschen, moderne Urvölker, Babys, Kinderlieder, Parkinson-Patienten, Sex, Drugs and Rock’n Roll, schwarze Löcher und unsere DNA.