Archiv für Musik

Sylvester muss man knallen? Alternative visuelle Effekte.

Sylvester muss man richtig feiern, man muss unter Leute gehen! Fast hätte ich mich in einer Art Rückfall von dieser Vorstellung leiten lassen, dabei bin ich gerade völlig erschöpft.
Nö, Leute, feiert mal schön, ich habe heute viel mehr Spaß daran, auf der Couch abzugammeln und mir Videos anzugucken.
Erst Kunst mit Überwachern vom 30C3, dann haben mich die explodierenden Raketen an den Ausdruckstanz mit Projection Mapping von Nosaj Thing erinnert, dabei entdeckte ich das hier. Daito Manabe berührt mich irgendwie.
Manchmal kommt die Schönheit einfach zu uns, manchmal muss man sie suchen. Das Erik Truffaz Quartet mit “Blue Movie” habe ich nicht so leicht gefunden. Als jemand, der 15 Jahre in der Veranstaltungsbranche aktiv war, hat mich die Bandbreite der Effekte, einfach vor einer Leinwand zu filmen, schwer beeindruckt. Die Sängerin Anna Aaron sieht jetzt nicht überdurchschnittlich aus, singt nicht überdurchschnittlich gut, aber es passt alles zusammen, man macht eine Reise in eine wundervoll melancholische Stimmung.

Und mein Dackel will alle Knaller apportieren!

Schluss mit wohltemperierter Stimmung

2011 habe ich es für Plugins vorhergesagt, ein Orgelbauer war nun schneller als wir Programmierer: Er hat eine Orgel mit variabler Stimmung gebaut, die sich in Millisekunden per Computer selbst für jeden Tonart rein stimmt.

Und wann können das endlich auch die Synthie-Plugins?

Making Of Fatty Fatty Boom Boom

Vom durchgeknalltesten Video des Jahres 2012 gibt es ein sehenswertes Making Of.

Kenianischer Hip Hop

Wunderschöne Performance!

Hat mir so gut gefallen, dass ich die Dokumentation “Hip Hop Colony” gleich bestellt habe.

Warum “Get Lucky” genial ist?

Nothing left to say.

Ich lasse Ladengeschäfte pleite gehen

Bislang habe ich noch nie darüber nachgedacht, dass mein Leben gerade eine Huntertachtzig-Grad-Kurve macht. Als jemand, der sein *ganzes* Geld gerade in ein Tonstudio mit alter, analoger Bandmschine und ein analogem Mischpult investiert, aber das Geld dafür als Webhoster verdient. Mein Beruf läßt Ladengeschäfte pleite gehen, weil sie mit Online-Shops nicht mehr mithalten können.
Und gleichzeitig will ich zurück in eine seit zwanzig Jahren vergangene Ära. Ich will eine Art von Kunst wiederbeleben, die sehr wenige als Kunst betrachten, auf eine Art, die als völlig überholt gilt.
Nur eine Form von Industrie-Archäologie?
Es ist nicht so, dass ich jetzt als System-Administrator ein schlechtes Gewissen hätte. IT ist eine disruptive Technologie, ich bin doch kein Kutscher, der sich über Autos aufregt.
Aber beim DDD-Sound glaube ich uns einfach auf einem Irrweg. Die blöde Digitalisierung hat analoge Techniken entwertet, die Plugins klingen nicht nur anders als die alten Kisten zum Anfassen, sondern der digitale Workflow – Overdubbing only – an sich ist das Problem.
Er ernüchtert das Ergebnis derart, dass gerade junge Ersthörer nicht mehr das Gefühl haben: “Das kann ich auch!”, sondern im Gegenteil, er erzeugt Ergebnisse, die konstruiert und unerreichbar klingen. So, als ob ich als Klassik-Liebhaber zu endlosen Bach-Konzerten verdonnert würde, aber Debussy liebe. Für mich war es immer ein Genuß, einer Band beim Proben zuzuhören, auch wenn es so laut war, dass ich mir die Ohren zuhalten musste. Die aufeinander abgestimmte Darbietung einer Band, ein Drummer, und ein Bassist, die sich aufeinander eingrooven, andere Musiker, die Sichtkontakt haltend, rhythmisch wild ausbrechen und zurückkehren. Das ist menschliche Dynamik, die kleinen Abweichungen, die keine Fehler, sondern die Nachricht sind.

Amerikanische Grenzbeamte terrorisieren Musiker

Deutscher Musiker durchlebt am Flughafen Durchsuchung, Horror-Verhör, Leibesvisitation und wird dann einfach zurückgeschickt. Dabei wollte er nur zu ein paar unbezahlten Gigs in die Staaten.

America knows everything

Queens Of The Stone Age live at KCRW

Wow. Bei diesem Konzert wäre ich gern gewesen. Man hört deutlich, -wie- laut es auf der Bühne gewesen sein muß, wie Josh Homme mit seiner Stimme dagegen ankämpft.

Das Geheimnis von Josh Homme

Seit Jahren gibts für mich nur eine Band: Queens Of The Stone Age. Lange habe ich darüber gerätselt, wie zum Geier schafft der das nur, dass die Akkorde und Melodien so schräg klingen?

Das Geheimnis lüftet Josh Homme in diesem Video bei ungefähr 3:50. Kann mir jemand erklären, was der da genau macht? Ich kapiere es nicht.

Rap News mit Assange, Snowden und George Orwell

Die Juicy Rap News aus Australien sind das innovativste Format, das ich seit langem in den Medien gesehen habe.

Besonderes Schmankerl ist die Folge mit Julian Assange mit Perrücke und Stirnband, in der er “You’re the Voice” singt. In Echt.

Mein persönliches Highlight ist die Folge mit George Orwell.

(via)