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	<title>datenklause.de &#187; Unsinn</title>
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	<description>Schreie aus dem Serverraum</description>
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		<title>Der Test für Praktikanten</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 12:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Zaghaft klopfte der Praktikant an die Tür.
Drohend, langsam wie in Zeitlupfe gesprochen kam von drinnen die Antwort: &#8220;Herein!&#8221;
Innen war alles schwarz. An der Decke warf ein Spot senkrecht einen blauweißen Kreis auf den Boden. Dahinter stand ein Schreibtisch aus massivem Ahorn, an ihm saß der Administrator, umringt von riesigen Monitoren, die wie Mauern einer Festung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zaghaft klopfte der Praktikant an die Tür.<br />
Drohend, langsam wie in Zeitlupfe gesprochen kam von drinnen die Antwort: &#8220;<i>Herein!</i>&#8221;<br />
Innen war alles schwarz. An der Decke warf ein Spot senkrecht einen blauweißen Kreis auf den Boden. Dahinter stand ein Schreibtisch aus massivem Ahorn, an ihm saß der Administrator, umringt von riesigen Monitoren, die wie Mauern einer Festung wirkten. Er blickte dem ängstlich eintretenden Praktikanten ohne Unterlaß direkt in die Augen. Als dieser vor dem Kreis stehen blieb, schrie er ihn an:<br />
&#8220;<i>Weiter!</i>&#8221;<br />
Unsicher, was gemeint war, blickte der Praktikant auf.<br />
&#8220;<i>Stell dich nicht dumm, los, weiter in das Licht!</i>&#8221;<br />
Als er im Licht stand, holte er tief Luft. Der Administrator schob ihm eine Rolle CAT5-Kabel, ein paar RJ45-Stecker und eine Crimpzange herüber.<br />
&#8220;<i>Du crimpst jetzt die LART-Peitsche für deinen eigenen Einstellungstest! Nimm acht Kabel, einen Meter lang. Von jedem Kabel nimmst Du an einem Ende vier Adern, an die jeweils ein Stecker kommt. Los!</i>&#8221;<br />
Während der Praktikant, fast noch ein Teenager, crimpte, blätterte der Administrator in Unterlagen.<br />
&#8220;<i>Du heißt also Marcus! Wie der römische Kaiser Marcus Aurelius. Weißt Du, was der einmal gesagt hat?</i>&#8221;<br />
Er machte eine Pause, nahm dem Praktikanten das Kabel aus der Hand und prüfte dessen Belegung. Angstvoll blickte der Praktikant kurz auf und schüttelte den Kopf. Ohne Marcus dabei auch nur angesehen zu haben, gab der Administrator ihm das Kabel zurück und fuhr leise, fast beschwörend mit seinem Monolog fort:<br />
&#8220;<i>Die Menschen sind füreinander da. Also belehre oder dulde sie.</i>&#8221;<br />
Er stand auf und ging um den Praktikanten herum, der inzwischen vor Aufregung heftig atmete. Er beugte sich herunter zu seinem Ohr und flüsterte:<br />
&#8220;<i>Was Mark Aurel einmal gesagt hat, spielt an diesem Ort aber absolut keine Rolle.</i>&#8221;<br />
Fieberhaft crimpte Marcus die Kabel. Um ihn herum wanderte der Administrator ohne ein Wort, er hörte nur seine Schritte, von links nach hinten wandern, von rechts, von vorn &#8211; minutenlang. Schließlich waren die Kabel fertig.<br />
&#8220;<i>Nimm noch ein Stück Kabel, Marcus. Binde damit auf einer Länge von neunzehn Zoll die vier Kabel am Ende ohne Stecker fest zusammen. Das wird der Stiel, er muß sehr fest sein.</i>&#8221;<br />
Der Praktikant gehorchte. Schließlich war die Peitsche fertig und der Administrator wog sie prüfend in der Hand.<br />
&#8220;<i>Jetzt können wir beginnen. Fangen wir mit der wichtigsten Frage an. Warum bist Du hier, Marcus?</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Ich will ein Praktikum machen.</i>&#8221;<br />
Hart schlug der Administrator zu. Die Netzwerkstecker an den Enden der LART-Peitsche verursachten kleine Risse im T-Shirt des Praktikanten und kleine Wunden an den Armen.<br />
&#8220;<i>Unzureichende Antwort! Sieh mich an, das ist doch eine ganz einfache Frage: Warum bist du hier?</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Ich will später mal Informatik studieren.</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Unzureichende Antwort!</i>&#8221; Erneut schlug er mit der Peitsche zu.<br />
&#8220;<i>Sieh her, ich stelle Dir eine genaue Frage und will eine genaue Antwort, kein Geschwafel, aus dem ich mir irgendeine Antwort zusammenreimen soll! Warum bist Du hier?</i>&#8221;<br />
Marcus begann zu schluchzen.<br />
&#8220;<i>Ich&#8230; ich will einen Einblick gewinnen&#8230; von den Aufgaben&#8230; die mich in meinem späteren Berufsleben erwarten.</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Völlig unzureichende Antwort! Du versteckst dich hinter leeren Phrasen! Kannst du nicht selbst denken, hast du keine eigenen Worte? Leute wie du sollten lieber BWL studieren, du wirst bestimmt ein prima Powerpointer fürs Bullshit-Bingo! Ich frage dich jetzt ein letztes Mal: Warum bist Du hier?</i>&#8221;<br />
Weinend brach Marcus zusammen. In diesem Moment kam der Supporter herein. In Sekundenbruchteilen erfaßte er die Situation. Mit einem strafenden Blick schaute er kurz zum Administrator und fragte dann sanft:<br />
&#8220;<i>Wie heißt Du, junger Mann?</i>&#8221;<br />
Der Praktikant schluchzte nur.<br />
&#8220;<i>Er heißt Markus.</i>&#8221; Der Administrator setzte sich hinter seinen Schreibtisch und begann, auf der Tastatur herumzuklimpern. Der Supporter wandte sich wieder zum Praktikanten.<br />
&#8220;<i>Markus, weine nicht. Er versucht, dich auf etwas vorzubereiten. Körperlicher Schmerz ist das kleinere Übel. Er wird dich härten. Ich zeige Dir einmal, was ich meine.</i>&#8221;<br />
Er verließ der Raum, der Praktikant saß stumm auf dem Boden und wischte sich die Tränen aus den Augen. Der Supporter kam zurück, klappte einen Laptop auf und setze sich ein Headset auf.<br />
&#8220;<i>Hör genau zu, Markus, mein Freund. Die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen. Ich werde jetzt einen Anruf von unserer Hotline beantworten, ich werde mit einem K-u-n-d-e-n</i>&#8221; &#8211; er zog das Wort in die Länge, &#8220;<i>telefonieren.</i><br />
Fortsetzung folgt.</p>
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		<title>Vier Nerds beim Essen</title>
		<link>http://www.datenklause.de/blog/archives/1739</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 13:56:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Nerds gehen zu ihrem Lieblings-Inder und bestellen wie gewohnt. Später kommt die Bedienung mit dem Essen und fragt in die Runde: &#8220;Wer hatte das Butter-Hähnchen?&#8221;
Schweigen. Alle gucken sich fragend an.
&#8220;Wissen Sie, welche Nummer das hatte?&#8220;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Nerds gehen zu ihrem <a href="http://restaurant-malabar.de/">Lieblings-Inder</a> und bestellen wie gewohnt. Später kommt die Bedienung mit dem Essen und fragt in die Runde: &#8220;<i>Wer hatte das Butter-Hähnchen?</i>&#8221;</p>
<p>Schweigen. Alle gucken sich fragend an.</p>
<p>&#8220;<i>Wissen Sie, welche Nummer das hatte?</i>&#8220;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neues Hobby</title>
		<link>http://www.datenklause.de/blog/archives/1669</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 11:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich fragt, was ein Sysadmin in seiner Freizeit so treibt: Ich automatisiere gerade einen 6kw Hockerkocher. Genauer gesagt, baue ich genau das hier nach.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich fragt, was ein Sysadmin in seiner Freizeit so treibt: Ich <a href="http://www.hobbybrauer.de/modules.php?name=eBoard&#038;file=viewthread&#038;tid=3391">automatisiere gerade einen 6kw Hockerkocher</a>. Genauer gesagt, baue ich genau <a href="http://picasaweb.google.de/u1300l/Hobbybrauen#5182457861705422338">das hier</a> nach.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>NNTP</title>
		<link>http://www.datenklause.de/blog/archives/1540</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 12:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8220;Haste Du mal ne Platte für mich? Ich brauch n bischen Platz für ne Text-Datei.&#8221;
&#8220;Klar. Was willsten machen?&#8221;
&#8220;Ne bestimmte Datei von nem News-Server ziehen.&#8221;
&#8220;Und wozu brauchst Du da ne extra Platte?&#8221;
&#8220;Die Datei wurde schon vor n paar Monaten gepostet und ich muss n paar Millionen Message-IDs ziehen, bevor ich darin suchen kann.&#8221;
&#8220;Und dazu brauchst Du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i><br />
&#8220;Haste Du mal ne Platte für mich? Ich brauch n bischen Platz für ne Text-Datei.&#8221;</p>
<p>&#8220;Klar. Was willsten machen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ne bestimmte Datei von nem News-Server ziehen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und wozu brauchst Du da ne extra Platte?&#8221;</p>
<p>&#8220;Die Datei wurde schon vor n paar Monaten gepostet und ich muss n paar Millionen Message-IDs ziehen, bevor ich darin suchen kann.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und dazu brauchst Du ne extra Platte? Wieviel Platz brauchst Du denn?&#8221;</p>
<p>&#8220;Na so hundert Gig.&#8221;</p>
<p>&#8220;WTF!?&#8221;</i></p>
<p>Nachdem die zusätzliche Platte eingebaut war, tauchte ein neues Problem auf.</p>
<p><i>&#8220;So. Jetzt hat er die ganzen Msg-IDs gezogen. Knapp 60 GB. Jetzt ranzt der Newsreader ab, weil er zu wenig Speicher hat, wenn er die Newsgroup anzeigen soll. Hast Du mal Speicher?&#8221;</i></p>
<p>Der Kollege schüttelte den Kopf und baute zusätzlichen Speicher in den Rechner.</p>
<p><i>&#8220;Sag mal, wie groß ist eigentlich die Datei, die Du brauchst?&#8221;</p>
<p>&#8220;N paar Kilobyte.&#8221;</i></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Gesprächsfetzen</title>
		<link>http://www.datenklause.de/blog/archives/1393</link>
		<comments>http://www.datenklause.de/blog/archives/1393#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 12:50:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die Telekom übernimmt Strato. Hehe, ein Denic-Mitglied weniger.&#8221;
&#8220;Sag mal, Du hast im Ernst die Tastaturen in den Geschirrspüler gesteckt?&#8221; &#8211; &#8220;Klar, erst alle Plasteteile abgebaut, die Platine ist natürlich nicht mir drin. Hoffentlich ist auf den Tasten nachher noch die Beschrifttung drauf.&#8221;
&#8220;Werner, was kostet denn ein Passwort?&#8221;
Dann gab es einen kurzen Streit, weil das Mahlwerk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>&#8220;Die Telekom übernimmt Strato. Hehe, ein Denic-Mitglied weniger.&#8221;</p>
<p>&#8220;Sag mal, Du hast im Ernst die Tastaturen in den Geschirrspüler gesteckt?&#8221; &#8211; &#8220;Klar, erst alle Plasteteile abgebaut, die Platine ist natürlich nicht mir drin. Hoffentlich ist auf den Tasten nachher noch die Beschrifttung drauf.&#8221;</p>
<p>&#8220;Werner, was kostet denn ein Passwort?&#8221;</i></p>
<p>Dann gab es einen kurzen Streit, weil das Mahlwerk der Kaffeemaschine kaputt ist und eine Neuanschaffung ansteht. So schnell wie möglich, morgendliche Arbeiten ohne mindestens zwei Kaffee getrunken zu haben sind schließlich grob fahrlässig und werden mit sofortiger Abmahnung geahndet. Ursache des Streits war der Vorschlag eines Kollegen, einen Vollautomaten zu nehmen. Sowas kommt uns natürlich nicht in die Küche, schließlich verstehen wir ein wenig von Kaffee. Das Mahlwerk wird wahrscheinlich ein <a href="http://kaffeewiki.de/index.php?title=Demoka_M207">Demoka M207</a>, welche Maschine wissen wir aber noch nicht.</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
Die Methode, die Plastikteile von Tastaturen im Geschirrspüler zu waschen, ist offenbar sehr effektiv. Alles ist blitzblank, nichts ging kaputt.</p>
<p>Update 2:<br />
<i>&#8220;Na, Deine Tastatur könnten wir doch auch mal waschen.&#8221; &#8211; &#8220;Neeeiiin, die geht doch noch! Das sind alles Erinnerungen!&#8221;</i></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine neue Maus</title>
		<link>http://www.datenklause.de/blog/archives/1344</link>
		<comments>http://www.datenklause.de/blog/archives/1344#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Du brauchst wieder ne neue Maus.&#8221;
&#8220;Findeste?&#8221;
&#8220;Dein Mausrad ist schon so laut wie Sirkos Tastatur.&#8221;
Ja, meine liebe Cherry G80 mit linearem Druckpunkt. Unter meine Finger kommt nichts Anderes.
&#8220;Aber an Sirkos Anschlägen kann man sein allgemeines Empfinden erkennen. Man erkennt genau, wie er drauf ist.&#8221;
Aha. Vielleicht auch am Mausrad, darauf sollte ich in Zukunft mal achten.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>&#8220;Du brauchst wieder ne neue Maus.&#8221;</p>
<p>&#8220;Findeste?&#8221;</p>
<p>&#8220;Dein Mausrad ist schon so laut wie Sirkos Tastatur.&#8221;</i><br />
Ja, meine liebe Cherry G80 mit linearem Druckpunkt. Unter meine Finger kommt nichts Anderes.</p>
<p><i>&#8220;Aber an Sirkos Anschlägen kann man sein allgemeines Empfinden erkennen. Man erkennt genau, wie er drauf ist.&#8221;</i></p>
<p>Aha. Vielleicht auch am Mausrad, darauf sollte ich in Zukunft mal achten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pissoirgeschichte</title>
		<link>http://www.datenklause.de/blog/archives/1308</link>
		<comments>http://www.datenklause.de/blog/archives/1308#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 10:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab und an sind die Batterien der Bewegungsmelder für die Spülung unserer Pissoirs aufgebraucht und müssen durch neue ersetzt werden. Das ist keine große Sache, jemand kommt und geht nach dreissig Sekunden wieder. Normalerweise.
Heute lief das etwas anders ab.
Jemand kam, schraubte die Verblendungen der Pissoirs ab, schraubte die Elektronik der Pissoirs auseinander, schraubte die Wasserzuflüsse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab und an sind die Batterien der Bewegungsmelder für die Spülung unserer Pissoirs aufgebraucht und müssen durch neue ersetzt werden. Das ist keine große Sache, jemand kommt und geht nach dreissig Sekunden wieder. Normalerweise.<br />
Heute lief das etwas anders ab.<br />
Jemand kam, schraubte die Verblendungen der Pissoirs ab, schraubte die Elektronik der Pissoirs auseinander, schraubte die Wasserzuflüsse derselben ab, verursachte einen Wasserschaden und fragte uns danach, wo denn der Haupthahn sei, damit er das Wasser abstellen könne. Dummerweise haben wir diesen Haupthahn in all den Jahren hier im Haus noch nie gebraucht, niemand von uns wußte wo er war. Und das Wasser lief.<br />
Der Serverraum liegt zwar nicht direkt hinter der Wand zu Klo, aber unser Büro. Eine Naßreinigung hätte ich dann doch lieber zum geplanten Termin und vor allem gleichmäßig im ganzen Büro und nicht nur stellenweise an der Wand.<br />
Also arbeiteten wir zweigleisig: Wir versuchten den Geräteraum zu öffnen, dummerweise war der Schlüssel auf die Schnelle nicht auffindbar. Also riefen wir den Hausmeisterservice an, um den dummen Hahn ausfindig zu machen und der Sanitärkünstler rief wiederum seinen Meister an, um nach Hilfe zu schreien.<br />
Der kam dann auch recht schnell.</p>
<p>&#8220;<i>Habt Ihr hier Duschen? Mein Kollege würde gern einmal warm duschen.</i>&#8221;</p>
<p>Es mussten dann doch nur die Batterien getauscht werden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Vertreterbesuch</title>
		<link>http://www.datenklause.de/blog/archives/169</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 12:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hätte er wissen müssen, daß das kein seriöser Besuch werden konnte, als sein Gegenüber am Telefon seine Stimme verstellte, um eine Sekretärin vorzutäuschen. Nun ja, nun war der Termin gemacht und der Vertreter würde gleich kommen. Als Chef war er auf solche Typen vorbereitet, er kannte Ihre Strategie: Besoffen quatschen, Angst machen, zu sofortigem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hätte er wissen müssen, daß das kein seriöser Besuch werden konnte, als sein Gegenüber am Telefon seine Stimme verstellte, um eine Sekretärin vorzutäuschen. Nun ja, nun war der Termin gemacht und der Vertreter würde gleich kommen. Als Chef war er auf solche Typen vorbereitet, er kannte Ihre Strategie: Besoffen quatschen, Angst machen, zu sofortigem Vertragsabschluß drängen, nichts Schriftliches zum Vergleichen da lassen.<br />
Als eine alte AMG-S-Klasse mit Alufelgen auf den Hof fuhr, wußte er schon, daß er es sein mußte. Kurz darauf kam ein Kollege ins Büro: &#8220;<i>Da war gerade ein Suffi im Armani-Anzug mit ner Mordsfahne im Fahrstuhl!</i>&#8221;<br />
Es klopfte. Ein unrasiertes Gesicht mit fettigen Haaren lugte vorsichtig durch die offene Tür. Es roch plötzlich nach einer Mischung aus Schweiß und Alkohol. Kumpelhaft fragte eine dröhnende Stimme:<br />
 &#8220;<i>Ick hatte &#8216;n Termin mittem Chef, issa da?</i>&#8221;<br />
Der Chef stand auf und ging durchs Großraumbüro nach vorn. Das Gesicht des Vertreters verzog sich zu einem breiten Grinsen:<br />
&#8220;<i>Mann habt Ihr datt schön hier! Sehen edel aus, die Möbel! Euch jehts jut, wa?</i>&#8221;<br />
Laßmiranda Ddennsiwillja, die Sekretärin unterbrach das Ritual des Bauchpinselns mit der obligatorischen Frage nach einem Kaffee.<br />
&#8220;<i>Aber jerne!</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Mit Zucker?</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Nein danke, ich bin süß genug, Hehehe Hehehehehehe!</i>&#8221;<br />
Der Vertreter klopfte sich erst lachend auf die Schenkel und dann der Sekretärin auf den Hintern.<br />
&#8220;<i>Jaaa, wirklich nett habt Ihr es hier!</i>&#8221;<br />
Verstört kam sie mit zwei Kaffee und etwas Gebäck zurück. Doch Hilfe suchte sie beim Chef vergeblich: Geschäfte zu machen erforderte ein flexibles Rollenverhalten und er sprang daher sofort auf den Zug auf:<br />
&#8220;<i>Laßmiranda, für mich bitte zehn Stücken Zucker, aber nicht umrühren, ich mag nicht so süß!</i>&#8221;<br />
Der Vertreter und der Chef brüllten los. Dann holte der Vertreter einen Flachmann aus dem Jackette und kippte sich einen Schuß in seinen Kaffee. Sein Gesicht wurde ernst.<br />
&#8220;<i>So, jetz musste mir aber erstma erklärn, watta hier eijentlich macht.</i>&#8221;<br />
Der Chef räusperte sich.<br />
&#8220;<i>Unser Kerngeschäft ist Webhosting. Außerdem bieten wir noch Serverhousing&#8230;</i>&#8221;<br />
Der Vertreter unterbrach ihn: &#8220;<i>Ahh, Computer und so?</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Ja.</i>&#8221;<br />
&#8220;<i>Na zum Glück hab ick jemanden mitjebracht, der schon ville Leute vor großem Schaden durch dumme Fehler bewahrt hat.</i>&#8221;<br />
Der Vertreter zog eine Kasperle-Puppe aus seiner Tasche und steckte sie sich auf die Hand. Unerwartet entpuppte er sich als passabler Bauchredner:<br />
&#8220;<i>Hallo, ich bin der Kasperle! Ich bin bei Dir angestellt! Wußtest Du, daß auf meinem Arbeitsplatz lauter geklaute Programme installiert habe?</i>&#8221;<br />
Der Vertreter schüttelte den Kopf. Schnell nahm er noch einen Zug aus seinem Flachmann und schimpfte mit der Puppe:<br />
&#8220;<i>Sach ma, biste denn wahnsinnich! Dafür haftet Deine Firma, wußteste ditt?</i>&#8221;<br />
Der Chef versuchte mit einem Einwand über ein bestehendes Windows-Verbot und die Benutzung von Open Source Software dagegenzuhalten, doch der Vertreter mit seiner dröhnenden, lallenden Stimme übertönte ihn.<br />
&#8220;<i>Und eherst letzte Woche iss de Firma von nem Bekannten pleite jejangen, weil se dajejen nich versichtert waren.</i>&#8221;<br />
Bevor der Chef antworten konnte, meldete sich wieder der Kasperle zu Wort, hielt den Kopf schief und schimpfte mit dem Vertreter. Komischerweise lallte die Puppe nicht.<br />
&#8220;<i>Du läßt den Mann ja gar nicht zu Wort kommen! Und überhaupt, Das bist ja gar nicht Du, der da spricht! Aus Dir spricht nur der Alkohol!</i>&#8221;<br />
Überrascht sah der Vertreter den Kasperle an. Mit zunehmender Erregung in der Stimme sprach die Puppe weiter:<br />
&#8220;<i>Wußtest Du, daß Du nicht nur Deinen Führerschein mit dieser Sauferei riskierst, sondern auch Deine Geschäfte torpedierst?</i>&#8221;<br />
Der Vertreter schwieg. Die Stimme des Kaspers überschlug sich:<br />
&#8220;<i>Du bist ein Egoist, denkst überhaupt nicht über die Folgen Deines Handelns nach!</i>&#8221;<br />
Mit zitternden Händen griff der Vertreter wieder nach dem Flachmann und bot ihn dem Kasper an. Der nahm einen kräftigen Schluck.<br />
&#8220;<i>Danke.</i>&#8221;<br />
Kasperle nahm noch einen weiteren Schluck und wurde schlagartig ruhig.<br />
Entschuldigend wandte sich der Vertreter an den Chef, er wirkte müde:<br />
&#8220;<i>Verzeihung. Das ist nicht immer ein leichter Job. Gestern abend wollte ich einfach nur eine Mücke erschlagen, dabei hat mir Kasperle den Kiefer ausgerenkt und ich habe einen Tinnitus bekommen. Heute hänge ich deswegen auch etwas durch.</i>&#8221;<br />
Verständnisvoll nickte der Chef und blickte den Vertreter an. Dessen Kopf sank plötzlich zur Seite und er begann leise zu schnarchen.<br />
Der Kasper schreckte auf, sah erst zum Chef, dann zum Vertreter und übergab sich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geiz gegen Gier</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 12:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Landmann, der betrieb einen kleinen Gasthof auf dem Land, für den er Kartoffeln benötigte. Das lieferte nur ein Bauer, ein gieriger Bauer, der dafür immer soviel nahm, wie er kriegen konnte. Eines Tages kam ein anderer, geiziger Gastwirt mit einer sehr großen Schenke zum kleinen Landmann auf den Hof und fragte ihn, ob er selbst nicht auch Kartoffeln anbauen und liefern könne. Der geizige Gastwirt bezog bisher seine Kartoffeln auch genau wie der Landmann ausschließlich vom gierigen Bauern. Der Landmann überlegte lange und kam auf die Idee, den Geiz des Einen gegen die Gier des Anderen auszuspielen, ohne jemandem zu schaden:<br />
Er erzählte dem geizigen Wirt, daß er noch nicht jetzt, aber bald Kartoffeln liefern könne, weil er gehört habe, daß sich bald noch ein anderer Bauer ansiedeln werde, und bat den Wirt, darüber Stillschweigen zu bewahren. Das war nicht gelogen, aber er behielt für sich, daß die Kartoffeln des anderen Bauern nicht schmeckten.<br />
Egal was der Wirt jetzt tun würde, war ein Vorteil für den Landmann: Durch seine Kontakte war der Wirt in der Lage, herauszufinden, welche andere Bauern in der Nähe noch Kartoffeln liefern konnten. Sollte es Einen geben, würde der Landmann sehr bald sehen, daß die Lieferungen des Wirts von einem anderen Bauern kamen. Sicher würde auch er auch seine Kartoffeln dort preiswerter beziehen können. Würde der geizige Wirt allerdings das Geheimnis nicht für sich behalten und dem gierigen Bauern von seinem zukünftigen Konkurrenten erzählen, um ihn unter Druck zu setzen, sähe sich dieser vielleicht genötigt, die Preise generell zu senken.<br />
Und so kam es. Der Bauer erfuhr von seinem neuen Konkurrenten und war so verunsichert, daß er die Kartoffeln ab sofort billiger verkaufte.</p>
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		<title>Das Wunder</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 11:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sirko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einmal in der Woche kommt eine recht wortkarge, einfach gekleidete Frau und bringt es uns. Hält man es in der Hand, wird man überrascht durch die feine Faser, hauchdünn, so daß man fast hindurch schauen kann. Es erinnert an Seide, die man allerdings noch nie in einem so aufregenden Grau gesehen hat. Man denkt sich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal in der Woche kommt eine recht wortkarge, einfach gekleidete Frau und bringt es uns. Hält man es in der Hand, wird man überrascht durch die feine Faser, hauchdünn, so daß man fast hindurch schauen kann. Es erinnert an Seide, die man allerdings noch nie in einem so aufregenden Grau gesehen hat. Man denkt sich, ein einziger Windhauch, und schon beginnt das Material zu reißen, es ist nämlich nicht gesponnen, sondern als Vlies auf einem Sieb getrocknet. Auf seiner Oberfläche zeichnet sich eine feine, regelmäßige Struktur ab, es sieht so zart aus. So dünn. Man traut sich kaum, es anzufassen, dieses Wunderwerk moderner Papierforschung.<br />
Tut man es dennoch, erkennt man die andere Seite der Medaille. Der erste Eindruck täuscht gewaltig, die Oberfläche ist rauh wie sechziger Schleifpapier. Es muß kostbar sein, unendlich kostbar. Wie  eine Raupe sich durch Gift ihre Feinde vom Leib hält, schützt sich dieses Papier mit der Oberfläche einer Feile vor der Benutzung. Hat man zufrieden sein Geschäft erledigt, faßt man nach rechts und reißt es ab um sich abzuwischen. Doch mitten in der gewohnten Bewegung muß man plötzlich innehalten und kommt nicht umhin, sie zu bestaunen, diese filigranen Lichtspiele zwischen den mikroskopisch kleinen Fibrillen. Um sicherzugehen, nimmt man mehrere Lagen, setzt an und -<br />
Der plötzlich aufkommende, grausame Schmerz fühlt sich an wie das Brennen aufgeriebener Hände nach einem Sturz bei hoher Geschwindigkeit auf Beton. Wie kann so ein Hauch von Papier, so etwas Zartes, so etwas Edles eine solche Härte besitzen?<br />
Und wo zum Geier ist unser normales Klopapier hin?</p>
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